“Erste Klasse für die Masse“: Drei Berliner Universitäten erhalten Fördermittel für Qualität in der Lehre
14.12.2011
Dieses Ergebnis der zweiten Runde des „Qualitätspakt Lehre“ gaben die beiden Vorsitzenden der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK), Bundesministerin Prof. Dr. Annette Schavan und Staatsministerin Doris Ahnen, am 13.12.2010 in Berlin bekannt.
Zu den ausgewählten Berliner Einrichtungen gehören die Universität der Künste, die Freie Universität und die Technische Universität Berlin. Letztere erhält Fördergelder in Höhe von 10 Millionen Euro aus dem Wettbewerb des Bund-Länder-Programms „Für bessere Studienbedingungen und mehr Qualität in der Lehre“. Für die Maßnahmen aus ihrem Antrag „Erste Klasse für die Masse“ bekommt die TU-Berlin für den Zeitraum bis 2016 die zusätzliche Mittel aus dem von Bund und Ländern vereinbarten Hochschulpakt III . Hiermit soll ein Wandel im Bereich der Lehre angestoßen werden. Das größte Potential dafür liegt in der Studieneingangsphase. Studierende, die in dieser Phase mit guter Lehre erreicht würden, werden in Zukunft diese Lehrqualität als Standard einfordern und im späteren Leben selbst in dieser Weise als Multiplikatoren und Multiplikatorinnen wirken, so die Kernthese des Wettbewerbsbeitrags der TU-Berlin.
Dr. Gabriele Wendorf (3. Vizepräsidentin an der TU Berlin): „Wir freuen uns sehr, mit dem jetzt bewilligten Geld dringend benötigte Spielräume für mehr Qualität in der Lehre schaffen zu können. Qualität hat nicht nur mit der quantitativen Betreuungsrelation zu tun, aber letztlich auch mit dieser. Der Antrag ermöglicht eine punktuell entspanntere Ausstattungssituation sowie zahlreiche Maßnahmen der Qualifizierung. Vor allem mit Blick auf die Herausforderungen der doppelten Abiturjahrgänge kommt das Geld jetzt genau zum richtigen Zeitpunkt“.
Mit den bewilligten Geld will die TU Berlin ihren Studierenden von Beginn an ein qualitativ hochwertiges und forschungsorientiertes Studium anbieten. Die Grundlagenveranstaltungen der Studieneingangsphase in den MINT-Fächern sollen durch geeignete Studienreformmaßnahmen in Verbindung mit einer besseren Didaktik weiterentwickelt werden. Mit etwa 7 Millionen Euro der gesamten Antragssumme wird eine bessere Personalausstattung in den Fakultäten gefördert. Durch dieses zusätzliches Lehrpersonal will die TU Berlin ihre Ausstattung verbessern und das Angebot an E-Learning und projektorientierten Ansätzen deutlich erweitern. Zeitgleich soll die didaktische und die Beratungskompetenz des neuen Lehrpersonals durch Qualifizierungsmaßnahmen weiter ausgebaut werden. Mit diesem integrativen Ansatz setzt die TU Berlin auf eine konsequente Verknüpfung von quantitativen und qualitativen Instrumenten, um einen entscheidenden Mehrwert für die Lehrqualität und die Studienbedingungen in Berlin zu generieren.
Die Entscheidung über die Förderung der Anträge wurde durch ein Auswahlgremium unter Vorsitz von Prof. Dr. Karin Donhauser (HU Berlin) getroffen. Ihm gehörten Expertinnen und Experten der Hochschullehre, Studierende sowie Vertreter des Bundes und der Länder an. An der zweiten Antragsrunde mit einem Finanzvolumen von 400 Millionen Euro haben sich 169 Hochschulen mit 135 Anträgen für Einzel- und Verbundvorhaben beteiligt. Davon wurden 102 Hochschulen zur Förderung ausgewählt. Die hohe Qualität der ausgewählten Vorhaben zeige, dass die Hochschulen der Lehre und den Studienbedingungen wachsende Aufmerksamkeit widmen.
Quelle: www.idw-online.de





