Projekt des Monats
Mai 2013: Brückenschlag - Das »i2m-ideas to market«-Projekt soll Forschern und Unternehmern helfen, miteinander zu kooperieren
Wie macht man aus einem wegweisenden Forschungsergebnis ein marktreifes Produkt? Die Frage bringt auf den Punkt, worum es im i2m-Projekt geht – i2m steht für »ideas to market«.
»In den Schubladen vieler Wissenschaftler schlummern Projekte mit höchstem Innovationspotenzial«, sagt Projektleiter Volker Erb. »Aber die Produktentwicklung hat in der Wissenschaft selten hohe Priorität.« Häufig liegt es auch schlicht am Geld.
Wenn die Finanzierung eines Wissenschaftsprojektes ausläuft, ist der praktische Erkenntnisstand noch nicht so weit gediehen, dass eine Weiterführung durch die Industrie möglich ist. Der Beweis, dass der Ansatz funktioniert, der sogenannte Proof of concept, fehlt. Dadurch entsteht eine Finanzierungslücke. Diese zu schließen ist die Intention von i2m.
Hervorgegangen ist i2m aus TOP 50, einer äußerst erfolgreichen Kooperation im Bereich Life Science zwischen der TSB und Charité, Freier Universität Berlin und Universität Potsdam. Etwa 30 Projekten hat TOP 50 in seiner dreijährigen Laufzeit zur wirtschaftlichen Umsetzung verholfen. Mit i2m ist diese Unterstützung seit Anfang 2012 nicht mehr nur dem Cluster Gesundheitswirtschaft vorbehalten, sondern auch für Projekte aus den Bereichen Verkehr und Mobilität, Energietechnik, Informations- und Kommunikationstechnologien sowie Optik zugänglich.
»Das Konzept basiert bei i2m, wie auch schon bei TOP 50, auf drei Säulen«, erklärt Erb. »Wir identifizieren vielversprechende Projekte, nehmen mit Hilfe von Experten eine Bewertung vor und unterstützen die weitere Entwicklung.« Während bei TOP 50 Scouts vor allem an den Universitäten aktiv nach förderungswürdigen Projekten suchten, ist i2m auf die Kooperation mit dem regionalen Netzwerk angewiesen. Nach der Bewertung stehen den Projekten wiederum drei Wege offen: Ein Ansatz kann in Kooperation mit Unternehmen weiter vorangebracht, gemeinsam mit einem Lizenzpartner vermarktet oder durch eine Unternehmensgründung verwertet werden. In der Regel gelingt es nicht, sofort einen Industriepartner zu gewinnen, der in das Projekt investiert. Ein bewährter Weg ist die Kooperationsanbahnung mit Unternehmen. Für die Weiterentwicklung wissenschaftlicher Projekte in solchen Verbundprojekten gibt es verschiedene Finanzierungsprogramme der öffentlichen Hand. Erb und sein Team helfen, den geeigneten unternehmerischen Partner zu finden und das am besten geeignete Förderinstrument zu identifizieren.
Weitere Informationen zu diesem Projekt finden Interessierte hier.
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